Lauf10-Abschluss auf heimischen Strecken

Am Freitag, 10. Juli haben gut 60 Teilnehmer des diesjährigen Lauf 10 ihre beeindruckenden und ausdauernden Leistungen mit dem 10 Kilometer langen Abschlusslauf in Oberndorf gekrönt.
„Ich habe nicht im Traum daran gedacht, dass ich einmal 10 Kilometer am Stück laufen könnte“, so eine Teilnehmerin, als sie erschöpft aber glücklich im Ziel angekommen war.
Die Strecke war aus den 30 Trainings, dem Hoffnungslauf und Silvesterlauf durchaus bekannt, wurde aber etwas erweitert mit einer Schleife durch Winden.


Im Ziel – gut durchgeschwitzt, glücklich, zufrieden und zurecht stolz auf sich.

63 Sportlerinnen und Sportler von insgesamt 75 Trainingsteilnehmern haben sich den Abschlusslauf angetan, darunter auch 9 Walkerinnen; der älteste Teilnehmer war 78, Jarek Brandl, der jüngste, erst 6 Jahre alt. Auf der Strecke säumten als Orientierung einige Schilder mit motivierenden Sprüchen, etwa „nur die Guten machen diese anspruchsvolle Strecke“, oder kurz vor dem Ziel, „jetzt umkehren wäre auch irgendwie blöd“.


Endlich – alle Teilnehmer wurden bis ins Ziel beklatscht.

Beim abschließenden Grillabend verteilte der Cheforganisator Martin Ostermaier die Urkunden für alle, würdigte die Leistungen und bedankte sich bei allen Helfern für die Unterstützung. In den einzelnen Trainingsgruppen waren Kathrin Gruber, Rosi Pointner, Verena Lohmeier und Ralf Buch am fleißigsten.


Bei der Abschlussfeier bedankte sich Sepp Brandl (rechts), ein langgedienter Lauftrainer, bei Martin Ostermaier und bezeichnete ihn als „Mister 100 Prozent“, weil der Martin immer alles zu 100 Prozent vorbereitet, organisiert und durchzieht, u.a. hat er jede einzelne Trainingseinheit geleitet, Claudia Vital-Bauer war nach ihm die fleißigste Trainerin.

In seinem Rückblick auf den diesjährigen Lauf 10 sprach Ostermaier von vielen kleinen Schritten, die zum Erfolg führen und davon, dass der Abschlusslauf nicht das Ende, sondern vielmehr der Start in eine neue sportliche Zukunft sein sollte.
An 30 Trainingstagen wurde ein immer intensiveres Lauftraining durchgezogen, das mit wachsender Kondition und mit viel Spaß jeden Teilnehmer belohnt hat.
Der Verein bietet zum Weitermachen praktisch für jedes Leistungsniveau geeignete Laufgruppen an, die 17 neuen Vereinsmitglieder sind dazu herzlich eingeladen.
Mit insgesamt 12 Lauftrainer und Trainerinnen konnten alle Trainingsgruppen bei allen Terminen gut betreut werden, betonte Ostermaier. Als Dank überreichten die Teilnehmer ein kleines Geschenk an ihre Trainer.

Lauf10 – was steckt dahinter?

Seit Anfang Mai war jeden Montag, Mittwoch und Freitag Lauftraining. Angefangen hat es mit langsamen Muskel- und Konditionsaufbau. Dann wurden die Walking- und Laufintervalle immer länger und zügiger. Hut ab – von den ursprünglich angemeldeten 81 Teilnehmern sind immer noch 74 aktiv dabeigeblieben. Über 80 % der Teilnehmer sind weiblich. Es ist ein Rätsel, warum der männliche Anteil so niedrig ist. Da alle so aktiv und motiviert gemacht haben, war auch der 10-km-Abschlusslauf am 10. Juli zu schaffen.
Auffallend ist die Beteiligung von gut 15 Jugendlichen, zwei davon haben sich nach dem Abschlusslauf folgendermaßen geäußert: „Heute war es heiß und anstrengend, aber super.“ Auf die Frage nach der Motivation für so eine Tortur meinte die Jüngere: „Meine Schwester ist letztes Jahr schon gelaufen, jetzt wollte ich da auch dabei sein. In der Gruppe macht es viel mehr Spaß und es ist freiwillig, man muss ja nicht immer.“ Und ihre Schwester ergänzte: „Das hab ich mir vorgenommen, ich hab es angefangen und dann ziehe ich das auch durch. Das geht nur etappenweise, das Bergfest, also die Halbzeit in der Trainingsphase war ein wichtiger Baustein.“

Martin Ostermaier, Abteilungsleiter Fitness und Gesundheit im DJK-Sportverein Oberndorf und Cheforganisator dieses Angebots im Interview dazu:
Wie ist es gelaufen, wenn man das so sagen darf?
Insgesamt recht gut. Die Unterstützung durch meine 11 Kollegen und durch die gut 20 Helfer beim Bergfest und beim Abschlusslauf ist unbezahlbar – sie wird auch nicht mit Geld bezahlt, sondern mit Anerkennung. Aber im Ernst, wir konnten alle Laufgruppen bei allen Trainingsterminen gut betreuen.
Auch beim Abschlusslauf waren ja viele Trainer dabei.
Klar, das ist Ehrensache. Dadurch wurde nahezu jeder Teilnehmer in einer Gruppe oder sogar einzeln über die 10 Kilometer begleitet, das war bei diesen Temperaturen auch sehr hilfreich.
Wie viele Stunden hast du investiert?
Naja, ich war bei allen 30 Trainingseinheiten dabei, habe diese vor- und nachbereitet. Dazu kommen die Besprechungen mit meinen Kollegen, die Organisation, Vorbereitung und Durchführung der begleitenden Maßnahmen, die Teilnehmerverwaltung, usw. da kommt schon was zusammen – im Detail möchte ich das gar nicht so genau wissen.
Was motiviert dich nach so vielen Jahren immer noch für Lauf 10?
Erstens laufe ich selber sehr gern. Aber bei Lauf 10 komme ich natürlich gar nicht so intensiv zum Laufen, da steht das Training für die Teilnehmer im Mittelpunkt. Wir haben jedes Jahr viele Neuanfänger, die sich oft selber nicht zugetraut hätten, irgendwann einmal 10 Kilometer am Stück laufen zu können. Diese Teilnehmer durch methodisches Training dahin zu bringen, das hat schon was. Und wenn dann doch immer wieder ein erklecklicher Anteil auch danach beim Laufen bleibt, das gibt mir schon Bestätigung und Befriedigung.
Trotzdem ist das ja ein gehöriger Aufwand.
Ja, das stimmt, aber wir haben ja ein sehr engagiertes Team, da helfen viele mit. Auf diese Weise verteilt sich die Arbeit, aber klar, einer muss den Hut aufhaben.
Hut ab und Danke für Dein Engagement!

Nachfolgend eine kleine Fotostrecke:


Walking-Start eine halbe Stunde vor den Läufern, ausschließlich Walkerinnen – Jonny Walker war nicht dabei.


Die Walkerinnen auf der Strecke, deutlich schneller als man meint.


Gemeinsames Warm-up vor dem Start …


… und los geht es auf die 10 Kilometer


Die Spitze des Teilnehmerfeldes nach dem ersten anstrengenden Anstieg auf der Strecke.


Der Spitzenreiter hat sich kaum Zeit genommen für einen kurzen Schluck.


Und seine zwei hartnäckigen Verfolger waren immer knapp dahinter.


Nach dem ersten Anstieg eine willkommene Erfrischung.


Und in Winden gab es gleich mehrere Erfrischungen – wer diesen „Miss wet t-shirt-Wettbewerb“ gewonnen hat, wurde nicht bekannt gegeben.

Endlich im Ziel – alle Teilnehmer wurden bis ins Ziel beklatscht, nachfolgend einige Eindrücke.


Das abschließende Grillfest haben alle bis weit nach Sonnenuntergang zurecht genossen.