Rita Langenfeld und Gerhard Hartinger neue Ehrenmitglieder

Ehrenmitglied Gerhard Hartinger umrahmt von Evi Ziel und Thomas Eberharter

Zum ersten Mal als hybride Veranstaltung (präsent und digital) hat der DJK-SV Oberndorf seine Jahreshauptversammlung abgehalten. Den gut 50 Teilnehmer wurde passend zum ersten April unter dem Motto „April-April“, trotz den sportlichen und gesellschaftlichen Einschränkungen der Pandemie, eine beeindruckende Jahresbilanz präsentiert. Die geistliche Beiräten Sandra Pongratz eröffnete die Versammlung mit einem geistlichen Impuls mit einem Text über das Lachen. Der stellvertretende Vorstand Thomas Eberharter führte durch die Tagesordnung und begrüßte die Ehrengäste, darunter Bürgermeisterin Sissi Schätz und der zweite Bürgermeister Stefan Högenauer sowie den Schatzmeister des DJK Verbandes Sepp Brandl, außerdem die Ehrenpräsidenten und Ehrenmitglieder des Vereins. Frau Schätz freute sich in Ihrem Grußwort über die Corona-Lockerungen und wünschte ein erfolgreiches und gesundes Vereinsjahr. Die Jahresberichte waren kurz und knackig vorbereitet und konnten durchwegs beeindrucken. Fußballabteilungsleiter Schwinghammer berichtete stolz, dass von der G- bis zur A-Jugend alle Altersklassen selbstständig und ohne Spielgemeinschaften besetzt sind. „Das ist einzigartig für einen Dorfverein,“ freute sich Schwinghammer. Betreut werden die mehr als 100 Jugendlichen von 18 ehrenamtlichen Trainern. Weniger erfolgreich verläuft die Saison bei den Senioren. Nach dem Trainerwechsel von Matthias Pongratz auf Robert Lipp kämpft die erste Mannschaft um den Klassenerhalt. Martin Eder-März resümierte, dass die Tennisabteilung zu den Pandemiegewinnern zählt; durfte doch frühzeitig im Freien mit dem Training begonnen werden. So konnten 30 Kinder zum regelmäßigen Tennistraining motiviert werden. Die Einweihung der neuen Tennisterrasse am Sportheim sorgte zudem für einen Auftrieb sowohl in sportlicher als auch in gesellschaftlicher Hinsicht. Ab diesem Jahr sind erstmals 3 Seniorenmannschaften im Spielbetrieb. Anders war die Lage bei den Stockschützen. Coronabedingt duften nur interne Turniere und Meisterschaften abgehalten werden. „Für 2022 sind dafür das Grafschaftsturnier sowie die DJK-Diözesanmeisterschaften in Oberndorf geplant,“ so Abteilungsleiter Anton Kellner. Die größte Abteilung des Vereins mit 650 Mitgliedern stellt inzwischen die Fitness und Gesundheits-Sparte mit über 28 verschiedenen Angeboten und 33 Übungsleitern. Nachdem viele Indoor-Veranstaltungen nicht oder nur mit begrenzter Teilnehmerzahl angeboten werden konnten und die alternativen Onlineangebote nicht so stark genutzt wurden, stellte Abteilungsleiter Martin Ostermeier fest, hat sich die Teilnehmerzahl coronabedingt zum Teil halbiert. Zuversichtlich zeigte er sich aber für das neue Jahr. Der Lauf 10 mit 12 Lauftrainern wird ebenso wieder angeboten wie ein Neurokinetik-Lehrgang oder der DJK-Jubiläumslauf während der 60-Jahr-Feier. Besonders freute sich der Abteilungsleiter über die drei jungen Leute, die derzeit die Übungsleiterausbildung absolvieren. Lukas Kölsch berichtete von der spartenübergreifenden Jugendarbeit für über 300 Kinder und Jugendliche. „Die Belange der Jugend haben einen besonders hohen Stellenwert,“ zitierte der Jugendleiter das Leitbild des Vereins. Bei einem beachtlichen Jugendanteil von 27 % aller Vereinsmitglieder sah er dieses gelebte Leitbild bestätigt. Außerdem berichtete er von den Eindrücken des bundesweiten DJK-Jugendleitertreffens in Berlin und von der Fortbildung gegen sexualisierte Gewalt. Martin Anzenberger hoffte auf den baldigen Abschluss der Umrüstungsarbeiten für die Flutlichtanlage der beiden Fußballplätze, des Tennisplatzes, des Soccerfeldes und der Stockbahnen in umweltschonende LED-Beleuchtungen. Trotz dieser großen Investition in Nachhaltigkeit in Höhe von 90.000 EUR dauert das Projekt aufgrund von bürokratischen Hemmnissen inzwischen zwei Jahre. Der Sportwart bedankte sich bei der Gemeinde für die großzügige Unterstützung dieses Projektes und für die regelmäßige Zusammenarbeit. Die Vorsitzende Evi Ziel erinnerte daran, dass der Verein mit dem Karl-Heinz-Summerer-Preis des DJK-Verbandes ausgezeichnet wurde. Der Preis war mit 1.000 EUR dotiert, die der Jugendarbeit zur Verfügung gestellt werden. Stellvertreten für den Verein nahm Tina Pongratz den Preis für ihr Engagement für die Zeltschule im Libanon entgegen. Ziel motivierte alle Vereinsmitglieder zum Sporteln und zum ehrenamtlichen Engagement: „Ein Mehrwert für jeden, der sich in einer tollen, wertevollen Gemeinschaft engagiert!“ Kassier Martin Birkmeier berichtet von einer ausgeglichenen Bilanz und einer guten Liquiditätslage. Der Verein konnte das Jahr mit einem Gewinn von ca. 20.000 EUR abschließen. Der Beschluss zu den Rücklagen, die Entlastung der Vorstandschaft sowie die Neuwahlen brachten demzufolge ausnahmslos einstimmige Ergebnisse. Sämtliche Amtsinhaber wurden in ihren Ämtern bestätigt. Als neue stellvertretende Abteilungsleiter Tennis wurden Johann Grundner und Gerhard Huber ins Amt gewählt. Der Schatzmeister des DJK-Verbandes, Sepp Brandl, leitete die Abstimmungen und verwies in seinem Grußwort darauf, dass es keine Selbstverständlichkeit ist, wenn alle Ämter besetzt sind und die Wahlen harmonisch ablaufen. „Dies zeigt, dass der Verein gut geführt ist und funktioniert,“ so Brandl. Mit Rita Langenfeld und Gerhard Hartinger wurden gleich zwei neue Ehrenmitglieder ernannt. Langenfeld leitet seit 40 Jahren die Damengymnastik und ist seit 35 Jahre als Damenwartin aktiver Teil der Vorstandschaft.

Unser neues Ehrenmitglied Rita Langenfeld leitet seit 40 Jahren die Damengymnastik

Hartinger war 25 Jahre Fußballjugendleiter des Vereins und dabei ein Vorbild für alle Jugendlichen des Vereins. Darüber hinaus war er auch bei den Nachbarvereinen sehr geschätzt. Die letzte Ehrung ging an Johanna Schneider, die mit 16 Jahre die Jazzdance-Tanzgruppe ins Leben rief und dabei zeitweise bis zu 60 Kinder regelmäßig trainierte. Der Verein hat ihr mehr als 60 Mitglieder zu verdanken. Abschließend gab die Vorsitzende Ziel einen Ausblick auf das neue Vereinsjahr. Die Planungen des 60jährigen Vereinsjubiläums sind in vollem Gange. Pandemiebedingt soll das Fest mit einem besonderen Konzept im Freien stattfinden. Geplant ist eine Party, ein Weinfest, der Festsonntag mit dem Jubiläumslauf und einem Familienprogramm sowie ein abschließendes Kesselfleischessen. Aufgrund der eingeschränkten Sportmöglichkeiten, insbesondere in der kalten Jahreszeit, soll an einer Verbesserung der Bedingungen gearbeitet werden. Vorstellbar ist der Bau einer eigenen Kaltlufthalle. Diese Idee ist aber noch ganz am Anfang. Der neue Maibaum soll am Vatertag, 26.5., aufgestellt werden. Am 28.5. findet der Vereinsehrenabend statt. Am 29.5. beteiligt sich der Verein mit einem Spielemobil am Tag der Vereine der Gemeinde und das Festwochenende ist für den 1. bis 4. Juli geplant. Mit diesen Terminhinweisen beendete Evi Ziel die beeindruckende Jahresversammlung des aktiven Dorfvereins.